Die Chronik unseres Stadtteils Unterliederbach

Schon vor 3000 – 5000 Jahren gab es Hinweise über Menschen in unserer Gegend und auch auf dem Gebiet des heutigen Unterliederbach.

837 Erste Nennung von Unterliederbach in einer Schenkung an das Kloster Fulda. Unterliederbach, das bis ins 19.Jahrhundert hinein meist Niederliederbach genannt wurde, entstand zur Zeit der fränkischen Landnahme ( 6/ 7. Jahrhundert n. Chr.) an einem schon seit der jüngeren Steinzeit besiedelten Platz. Im Mittelalter gehörte es zu dem Reichsgutverbandes des Niddagaus und gelangte an die Grafen von Eppstein. Als 1492 die Eppsteiner einen Teil ihrer Herrschaft an den Landgraf Wilhelm d. J. von Hessen verkauften, wurde Unterliederbach hessisch.

1568 bei der hessischen Landteilung fällt Unterliederbach an die Landgrafschaft Hessen- Marburg und 1604 an Hessen – Kassel. 1622 im 30. jährigen Krieg wird es fast völlig verwüstet. 1624 kommt Unterliederbach an die Landgrafschaft Hessen- Darmstadt (Amt Wallau). 1716 Weihe der evangelischen Dorfkirche von Unterliederbach. 1755 der hessische Kommerzienrat Johann Peter Stembler lässt den „ Graubnerschen Park“ anlegen. (1817 im Besitz des nassauischen Ministerpräsidenten Karl von Ibell, 1888 des Unterliederbacher Lederfabrikanten Karl Graubner).

1803 Unterliederbach fällt an das Fürstentum Nassau (1816 Herzogtum) und wird dem Amt Höchst zugeteilt. 1866 wird Unterliederbach preußisch. 1863 Gründung der Farbwerke Höchst, was zu einem raschen Anstieg der Bevölkerung in Unterliederbach führte. 1874 der alte Friedhof an der Dorfkirche wird geschlossen und ein neuer, an der Elisabethenstrasse (heute A66) übernimmt seine Funktion.

1896 Grundsteinlegung für die Kath.Johanneskirche in Unterliederbach. 1900 Unterliederbach hat 3000 Einwohner. 1902 Eröffnung der Kleinbahn Höchst-Königstein mit Station in Unterliederbach. 1903 Lösung der evangelischen Kirchengemeinde von Oberliederbach. 1908 Bau der Unterliederbacher Volksschule (1916 Karl von Ibell Schule. 1917 Eingemeindung nach Höchst . 1918 – 1930 Französische Besatzung. 1928 Eingemeindung nach Frankfurt.

1939 hat Unterliederbach 7.700 Einwohner. 1951 Gründung des Vereinsringes Unterliederbach. 1958 Eröffnung des Silobades. 1961 Eröffnung der Karl Oppermann Schule und Eröffnung der Walter Kolb Schule, die Einwohnerschaft ist bei 16.000 Einwohner. 1963 Eröffnung der Jahrhunderthalle . 1964 Eröffnung des Main Taunus Zentrums und Weihe der neuen evang. Stephanuskirche. 1969 Vollendung des kath. Gemeindezentrums. 1975 Wohnbevölkerung bei 13.900 Einwohner.1982 Die kaufmännische Berufsschule 6 wird in Ludwig Erhard Schule umbenannt. Der Vereinsring Unterliederbach veranstaltet das erste Bürgerfest auf dem Gelände der Ludwig Erhard Schule und stellt einen Abguss des Viergöttersteines auf.

Unterliederbach ist ein ständig wachsender Stadtteil von Frankfurt am Main, es entstehen viele neue Siedlungen - wie die Parkstadt hinter dem Silobad und auf dem Sportplatz der ehemaligen US-Armee, in Höhe des Höchster Hauptfriedhofes, der sich innerhalb der Unterliederbacher Gemarkung befindet. In Unterliederbach findet man Tradition und Moderne in einer guten Mischung, die das Leben in Unterliederbach lebenswert macht.